
Die Pflege
Erst die sorgfältige Pflege gewährleistet eine lange Lebensdauer und dauerhafte Schönheit Ihrer Schuhe. Schuhe sollten möglichst um die Mittagszeit gekauft werden, nicht aber früh morgens oder spät abends, denn dann ist entweder noch zu wenig oder überdurchschnittlich viel Blut in den Füßen und man(n) neigt dazu den Schuh eine halbe Nummer zu klein bzw. zu groß zu kaufen.
1. Grundreinigen
Beseitigen Sie zuerst gründlich Staub und Schmutz mit einer Schmutzbürste z.B. aus Rosshaar. Bei stärkerer Verschmutzung oder Salzflecken im Winter können Sie die Schuhe auch mit einem weichen, feuchten (destilliertes Wasser bzw. abgekochtes Wasser) Tuch reinigen. Niemals unter fließendem Wasser! 
2. Farben + Eincremen für Glattleder
Nur farbauffrischende und imprägnierende Pflegeprodukte (z.B. Burgol, Collonil, Kiwi oder Saphir) verwenden, die mit der Farbe des Oberleders übereinstimmen, so vermeiden Sie Flecken. Helles Schuhwerk stets nur mit farbloser Schuhcreme behandeln. Für jede Schuhfarbe separate Auftragbürsten verwenden, z.B. aus weichem Rosshaar. Alternativ eignet sich auch eine Socke. Um das Leder vor dem Austrocknen zu bewahren und um Glanz und Geschmeidigkeit zu erhalten, sollten Sie Ihre Schuhe regelmäßig (etwa alle 2-3 Wochen) mit Schuhcreme bzw. Schuhwachs behandeln. Verwenden Sie für Ihre hochwertigen Schuhe nur Schuhcreme bzw. Schuhwachs. Auf keinen Fall flüssige Mittel wie z.B. Selbstglanz-Pflegemittel benutzen, da sie die Oberfläche hochwertiger Leder angreifen. Die Schuhcreme in einer dünnen Schicht gleichmäßig auf das Oberleder auftragen und mindestens 5 Minuten einziehen lassen.
3. Schutz für Velour-, Wild - bzw. Nubukleder
Velour.- Wild oder Nubukleder nur mit speziellen Sprays bzw. Rauledermittel pflegen. Durch die Behandlung mit üblicher Schuhreme verkleben die feinen Oberflächenhärrchen. Verwenden Sie für starke Vermutzungen eine Velour- bzw. Wildlederbürste. Alternative: Reinigen mit Haarshampoo und Wasser. Abschließend trocknen und mit den vorgenannten Pflegemitteln behandeln.
4. Polieren
Optimalen Glanz erreichen Sie mit einer Mischung aus wenig Schuhcreme und etwas Wasser. Nehmen Sie ein gebrauchtes sauberes Tuch, das Sie um zwei Finger wickeln. Tragen Sie die Mischung in kreisenden Bewegungen auf das Oberleder auf. Verringern Sie den Cremeanteil von Mal zu Mal bis der gewünschte Glanz erreicht ist. Das schönste Finish der Schuhe erzielen Sie mit einem weichen Tuch und dem abschließenden Ausbürsten mit einer Polierbürste (Ross- und/oder Ziegenhaar) . Überziehen Sie am Ende der Arbeit die Bürste mit einem Nylonstrumpf und verfeinern Sie damit das Ergebnis noch einmal.
5. Abnutzung bzw. Vorsorge Ledersohlen
Die stark beanspruchte Sohlenspitze können Sie vor übermäßiger Abnutzung durch ein Stoßplättchen schützen. Stoßplättchen werden beim guten Schuhmacher angebracht. Zum Schutz der Laufsohle kann eine 2mm dünne Gummisohle aufgeklebt werden. Pflegen Sie die Ledersohlen auf keinen Fall wie häufig empfohlen mit Lederfett (Sattlerfett). Dieses würde die Laufsohle durchdringen und die Wirkung des Klebers zwischen Laufsohle und Zwischensohle beeinträchtigen.
6. An- und Ausziehen
Öffnen Sie die Schnürsenkel ausreichend vor dem An- bzw. Ausziehen. Benutzen Sie zum Anziehen stets einen Schuhlöffel, um Beschädigungen der Hinterkappe zu vermeiden.
7. Ruhepause, Trocknen & Aufbewahrung
Schuhe brauchen eine Pause! 1 Tag tragen, danach 2 Tage Ruhe, damit das Leder trocknen kann und seine Atmungsfähigkeit behält. Verwenden Sie nach dem Tragen Schuhspanner, aus unbehandelter, saugfähiger Buche, Erle oder Zedernholz, damit die im Leder verbliebene Restfeuchtigkeit (Schweiß) besser aufgenommen werden kann. Schuhspanner erhalten die Form Ihrer Schuhe und verlängern die Lebensdauer. Keinesfalls den Schuh überdehnen. Stark durchnässte Schuhe zuerst ausschließlich mit Zeitungspapier ausstopfen. Bewahren Sie Ihre Schuhe an einem trockenen, luftigen Platz auf. Auf keinen Fall vor Heizungen oder Öfen, auch nicht zum Trocknen, da das Leder brüchig werden kann.
8. Reparatur
Je nach Beanspruchung sollten Laufsohle und Absatz regelmäßig erneuert werden. Hierzu befragen Sie Ihren Schuhmacher.